In einem ausführlichen PI-Interview fällt Hans-Peter Raddatz ein vernichtendes Urteil über intellektuelles Format und Demokratieverständnis unserer sogenannten „Eliten“ aus Politik, Wissenschaft, Medien und Klerus. Am Beispiel des früheren Verfassungsrichters Paul Kirchhof exemplifiziert Raddatz das Phänomen der “charismatischen Konkurrenz”, worunter er das sich gegenseitige Überbieten der führenden Dhimmis bei der Wegbereitung des Islam versteht, „um sich als brauchbare Dresseure [des Staatsvolkes] überhaupt Gehör zu verschaffen.“ Für Juristen ergebe sich daraus zwangsläufig der Zwang, in ein „demophobes, also volksfeindliches Verhalten abzudriften, weil für die Mehrheitsrechte natürlich umso weniger Platz ist, je mehr die Minderheitsrechte aufgeblasen werden.“ Gerade ein Verfassungsrichter müsse sich bei diesem Wettlauf um die Dhimmikrone besonders anstrengen, was bei Kirchhofs Sprachgestus zu fast schon comedyhaften Resulaten geführt habe („Baum der gemeinsamen Kultur“ – hat der äscht gesacht).

Was die Was die Wegbereiter des Islam fürchten wie der Teufel das Weihwasser sei die Thematisierung des Mehrheitsinteresses – „eine für den laufenden Trend unerwünschte Option“. Raddatz demaskiert Kirchhofs Position als auffallenden Gegensatz zu der des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog wie auch zu Papst Benedikt XVI.

Zum Abschluß des ausführlichen Interviews warnt Raddatz vor „demokratischen Illusionen“.