Die Verhältnisse werden immer irrer. Jetzt ruft der ehemalige Frankfurter Pfarrer Hans Christoph Stoodt offen zur Jagd auf politisch Andersdenkende auf. Am Ende eines Pamphlets über “Eine Kampagne gegen anti-islamischen Rassismus in Frankfurt” fordert der “Seelsorger”:

“Offensive Identifizierung der AktivistInnen des anti-islamischen Rassismus und Rechtspopulismus in allen Parteien und gesellschaftlichen Strömungen der „Mitte“ und Aktionen gegen sie besonders im bevorstehenden Wahlkampf.”

Dieser Aufruf zur Menschenjagd zielt zunächst auf die in dem Text namentlich Genannten (Ralph Giordano, Hiltrud Schröter, Udo Ulfkotte u.a.), darüber hinaus aber auf alle Islamkritiker, die sich eine eigene Meinung abseits des politsch “korrekten” Spektrums bewahren.

Bemerkenswert ist der Begriff “anti-islamischer Rassismus”. Bekanntlich sind Christentum und Islam universelle Religionen, die keine Rassenschranken kennen. Die militant anti-christliche Haltung des Islam wurde daher auch noch nie mit “Rassismus” in Verbindung gebracht. Dem Herrn Dr. Stoodt geht es und ging es aber noch nie um intellektuelle Redlichkeit, sondern um Munition für seine krankhafte Hetze gegen alle Andersdenkenden. Offenbar ist er ein Schulbeispiel für die tiefen Traumata, welche das Dritte Reich in der deutschen Psyche und in der Psyche vieler Deutscher hinterlassen hat. Gerade evangelische Pastoren haben bekanntlich Schwierigkeiten, angesichts der Rolle ihrer Kirche(n) nach 1933 in der Gegenwart Kurs zu halten. Dabei kommt immer wieder die paradoxe Haltung zum Vorschein, aus lauter Angst vor Wiederholungstätertum der islamofaschistoiden Ideologie Vorschub zu leisten. Fazit: Ehrenwerte Motive, aber genau betrachtet nicht ganz dicht.

Das Problem mit Dhimmis wie Dr. Stoodt ist, daß sie ihre zartbesaiteten Gefühle nur höchst einseitig zuwenden und sich gegenüber Andersdenkenden plötzlich in brutale Hetzer, Haßprediger und Hohe Priester der Intoleranz verwandeln. Dieser schizoiden Menschenfreundlichkeit könnte man mit einer gewissen Gelassenheit begegnen, würden diese Dhimmis ihre Selbstverwirklichung in der Studierstube suchen. Bei Dr. Stoodt wird die Sache aber brisant: Als Schulseelsorger der Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt/Main bekleidet er ein öffentliches Amt, das ein hohes Verantwortungsgefühl, Unparteilichkeit und Toleranz erfordert. Inwiefern sich seine partielle Menschenfeindlichkeit damit vereinbaren läßt, ist eine Frage, für die dringend Klärungsbedarf von Seiten der Schulleitung besteht. Eines dürfte klar sein: Hätte ein “Rechter” in vergleichbarer Weise zur Menschenjagd aufgerufen wie Dr. Stoodt, wäre er schon längst aus dem öffentlichen Dienst entfernt worden.

Dhimmiwatcher meint: Spirituelle Amokläufer sind untragbar für den öffentlichen Dienst.